Auch bei Ihrem vierbeinigen Liebling kann eine Vielzahl von Verhaltensproblemen auftauchen. So gewinnt in letzter Zeit der Tierarzt als „Tierpsychologe” immer mehr an Bedeutung.

Durch diesbezügliche Zusatzausbildungen kann ich Ihnen in verhaltensmedizinischen Fragen und Problemen ebenfalls mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Oft sind solche Störungen für den Tierbesitzer eine große Belastung und der Leidensdruck sowohl beim Besitzer als auch beim Tier ist sehr groß.

Seien es Tiere, die sich aggressiv verhalten, Tiere, die ausgeprägte Phobien haben, Hunde, die nicht alleine bleiben können und die Wohnung verwüsten, Katzen, die in der Wohnung markieren oder aus diversem Protestverhalten unsauber sind.

Es gibt die absurdesten Störungen, deren Aufzählung nahezu endlos ist. Völlig zu Unrecht haben viele Tierbesitzer Scheu, solche Probleme anzusprechen.

Vorausschickend muss gesagt werden, dass nicht alle Verhaltensstörungen restlos zu beseitigen sind, meistens sind sie aber soweit zu verbessern, dass Ihnen als Tierbesitzer das Zusammenleben mit Ihrem Liebling deutlich erleichtert werden kann.

Von zentraler Bedeutung ist bei einer verhaltensmedizinischen Konsultation das ausführliche Gespräch mit dem Tierbesitzer, damit das Problem möglichst genau eingegrenzt werden kann.

Manchmal kann man ohne großen Aufwand mit Kleinigkeiten schon einen Erfolg erzielen. Oft ist es jedoch ziemlich aufwendig und langwierig, eingefahrene Verhaltensstörungen zu behandeln.

Es gibt die Möglichkeit verhaltenstherapeutische Übungen mit Ihrem Tier durchzuführen. In einigen Fällen ist es auch unumgänglich, Ihren Liebling mit speziell für Tiere entwickelten Psychopharmaka unterstützend zu behandeln.

Das Wichtigste aber ist, dass Sie Zeit, Geduld und die Bereitschaft mit Ihrem Liebling verhaltenstherapeutisch zu arbeiten, mitbringen. Verhaltenstherapie kann auch einige Wochen oder sogar ein paar Monate andauern.

Bedenken Sie, dass sich Verhaltensstörungen meist schon sehr früh entwickeln. Der Grundstein wird oft schon im Welpenalter gelegt, dann vergehen meist Jahre, die die Verhaltensstörung festigen, weil der Tierbesitzer glaubt, sich damit abfinden zu müssen oder Scheu hat, solche Probleme anzusprechen.

So muss Ihnen auch bewusst sein, dass solche Probleme nicht von heute auf morgen zu beheben sind. Ohne Ihre Mitarbeit sind bei diesbezüglichen Behandlungen in der Regel kaum Erfolge zu erzielen.

In diesem Sinne hoffe ich, Ihnen bei Problemen, die Psyche Ihres Tieres betreffend, helfen zu können.