Die richtige Ernährung hat großen Einfluss auf Gesundheit und Wohlbefinden Ihres Tieres. Dabei gilt es, einige Dinge zu beachten.

Hunde zählen eher zu den Allesfressern, während Katzen klassische Fleischfresser sind, die einen höheren Eiweißgehalt und zusätzlich ganz bestimmte Aminosäuren benötigen.

Deshalb sollten Hunde kein Katzenfutter bekommen, da aufgrund des höheren Eiweißgehaltes die Nieren geschädigt werden. Im Gegensatz dazu würden Katzen, die Hundefutter fressen, Mangelerscheinungen bekommen.

Versuchen Sie, Ihre Tiere an verschiedene Futtersorten zu gewöhnen.

Zum Einen hat Ihr Tier dadurch mehr Abwechslung und zum Anderen ist es dann eventuell leichter, Ihrem Tier ein spezielles Diätfutter zu verabreichen, sollte das aus Krankheitsgründen notwendig sein.

Leider sind Katzen diesbezüglich meist schwierig.

Wichtig ist, dass Welpen, wachsende Tiere, ältere Tiere, tragende und säugende Tiere unterschiedliche Ernährungsbedürfnisse haben.

Für die verschiedenen Tiere und die unterschiedlichen Lebenssituationen gibt es genau abgestimmte Diät-Fertigfutter.

Generell ist in allen erhältlichen Fertigfuttermitteln alles enthalten, was Ihr Tier benötigt, daher ist es nicht notwendig, Vitamine, Mineralstoffe und anderes zuzufüttern, wenn Sie das der Lebenssituation Ihres Tieres angemessene Futter verwenden.

Trockenfutter oder Feuchtfutter

Der Hauptvorteil von Feuchtfutter ist der hohe Wasseranteil, was besonders bei Katzen eine Rolle spielt, da Katzen eher trinkfaul sind und dadurch im Alter oft Nierenprobleme bekommen.

Trockenfutter hingegen ist fütterungstechnisch einfacher. Achten Sie aber darauf, dass Ihr Tier genügend Flüssigkeit zu sich nimmt. Hunde fressen Trockenfutter eventuell auch eingeweicht.

Am idealsten ist eine ausgewogene Mischung beider Futtervarianten.

Übergewicht

Wie bei uns Menschen, führt auch bei Tieren Übergewicht zu denselben gesundheitlichen Problemen. Die Lebenserwartung sinkt, Diabetes, Gelenkserkrankungen und Herz/Kreislauferkrankungen sind häufig auf zu üppige Ernährung (oft in Kombination mit zu wenig Bewegung) zurückzuführen.

Hier können Sie als Tierbesitzer aber sehr gut steuernd eingreifen. Kürzen Sie die tägliche Ration. Besonderes Augenmerk legen Sie bitte auf all die „kleinen“ Leckerlis zwischendurch.

Gönnen Sie Ihrem Tier mehr Bewegung oder verabreichen Sie ein für diese Zwecke spezielles Diätfuttermittel.

Kastration und Gewichtszunahme, ein notwendiges Übel?

Manche Tiere legen nach der Kastration an Gewicht zu, obwohl sie dieselbe Futtermenge wie vor der Kastration bekommen. Dabei spielt es keine Rolle, in welchem Alter die Tiere kastriert werden.

Es sind sowohl männliche wie auch weibliche Tiere betroffen. Beachten Sie aber die oben erwähnten Richtlinien, wird Ihr Tier auch nach der Kastration sein Gewicht halten können.

In diesem Zusammenhang sei auch erwähnt, dass übergewichtige kastrierte Hündinnen im Alter deutlich mehr zu Harninkontinenz neigen. Dabei sind große Rassen mit einem Körpergewicht von über 20 kg um 30% häufiger betroffen.

Harnsteine, Niereninsuffizienz

Hauptursache für die Bildung von Harnsteinen ist ein erhöhter ph-Wert des Harns. Besonders betroffen sind männliche Tiere und hier besonders Kater.

Harnblasenentzündungen, Rückstau von Harn in die Nieren und völlige Verlegung der harnableitenden Wege sind die Folge. Durch spezielle Diätfutter, die den Harn ansäuern, kann diesen Problemen vorgebeugt werden.

Im Alter kommt es häufig zu chronischen Nierenerkrankungen als Folge von zu geringer Flüssigkeitsaufnahme und zu hohem Eiweißanteil in der täglichen Futterration. Auch hier sind Katzen wesentlich häufiger betroffen.

Hierfür gibt es ebenfalls spezielle Diätfutter mit geringerem aber hochverdaulichem Eiweiß- und einem reduzierten Phosphorgehalt.

Futtermittelallergien

Ein immer häufiger auftretendes Problem sind Futtermittelunverträglichkeiten, die sich in hartnäckigen Durchfällen und vor allem in Haut- und Fellveränderungen zeigen.

Einige Rassen sind besonders prädisponiert für Futtermittelallergien, wie z.B. Deutscher Schäfer, Boxer, Labrador, Golden Retriever und West Highland White Terrier. Grund dafür sind meist bestimmte Proteine, Konservierungsstoffe, Farb- und Geschmacksstoffe.

Mit Hilfe von Eliminationsdiäten mit speziell entwickelten hypoallergenen Diätfuttermitteln kann Linderung diesbezüglich erreicht werden. Neben diesen Hauptproblemen gibt es noch zahlreiche andere Erkrankungen, die nach speziellen Diätfuttermitteln verlangen. Diese können ergänzend zur normalen Therapie oder als Prophylaxe eingesetzt werden. Beispielsweise bei Erkrankungen der Leber, der Bauchspeicheldrüse oder des Herz-Kreislaufsystems.

Ich berate Sie diesbezüglich gerne!

Literatur

Arnold, S: Harninkontinenz bei kastrierten Hündinnen.
Teil 1: Bedeutung, Klinik und Ätiopathogenese. Schweiz. Arch. Tierheilkd. 1997, 139(6), 271-276
Olivry et al.: The American College of Veterinary Dermatology Task Force on Canine Atopic Dermatitis, 2001, Elsevier