Seit Inkrafttreten des bundesweit einheitlichen Tierschutzgesetzes am 1.1.2005 gibt es auch für die Haltung von Klein- und Heimtieren wichtige Neuerungen für den privaten Tierhalter.

Leider sind einige dieser wichtigen Neuerungen von der breiten Öffentlichkeit bis heute so gut wie nicht wahrgenommen geworden.

Aus diesem Grund habe ich für Sie im Folgenden einige wichtige Änderungen zusammengefasst:

  • Meerschweinchen müssen mindestens zu zweit, besser jedoch in einer Gruppe gehalten werden. Wurfgeschwister und kastrierte Meerschweinchen vertragen sich in der Regel besser als einander fremde und unkastrierte Tiere. Männliche Tiere können bereits mit drei Wochen geschlechtsreif sein (Weibchen etwas später)! Achtung vor unerwünschtem Nachwuchs! Außerdem gibt es im Gesetz genaue Vorschriften über Größe und Ausstattung des Käfigs und über Bedürfnisse, Ernährung und Pflege von Meerschweinchen.
  • Für Kaninchen gilt dasselbe. Sie erreichen die Geschlechtsreife aber erst mit 4-5 Monaten!
  • Die gemeinsame Haltung von Meerschweinchen und Kaninchen ersetzt jedoch keinesfalls den erforderlichen artgerechten Sozialkontakt.

Verpflichtende Katzenkastration

Private Katzenhalter sind verpflichtet, ihre Tiere kastrieren zu lassen, wenn sie regelmäßig Zugang ins Freie haben. Ausgenommen sind lediglich Katzenzüchter, wobei das Gesetz genau vorschreibt, welche Voraussetzungen dafür zu erfüllen sind, und Katzen in landwirtschaftlichen Betrieben.

Das bedeutet für den privaten Katzenhalter:

Jedes weibliche und jedes männliche Tier, das acht Monate oder älter ist und regelmäßig Freigang hat, muss kastriert werden!